Salisburgo: Damrau-Kaufmann-Deutsch liederisti infiniti
Nell’universo liederistico la produzione di Gustav Mahler e Richard Strauss assume un tassello importante nella storia della musica vocale da camera.
Conoscenti, nonché amici, – come lo dimostra un interessante epistolario –i due compositori, seppur differenti nella loro concezione estetica, sono un ponte tra tradizione e innovazione stilistica.
Se Mahler attinge dal repertorio popolare ricreando un mondo poetico essenzialmente anti-romantico, Strauss rigenera invece atmosfere intrise di romanticismo dove la melodia è protagonista assoluta.
A mettere bene in luce la coesistenza di queste due realtà poetiche è il programma che il soprano Diana Damrau e il tenore Jonas Kaufmann, accompagnati al pianoforte da Helmut Deutsch, hanno presentato al Salzburger Festspiele 2025.
Un vero Liederabend principiata col ciclo Acht Gedichte da Letzte Blätter op. 10 di Strauss in cui il trio Damrau-Kaufmann-Deutsch hanno delineato un vero e proprio intreccio amoroso.
L’Amore, ancora una volta, è protagonista assoluto. Esso viene esplorato in tutte le sue pieghe: timidi approcci, palpiti, delusioni, incertezze, disperazione, pentimento, ritrosie, innocenza, ripensamenti, dolore, gioie improvvise, illusioni e desiderio.
La coppia di amanti, il cui idillio artistico è quanto mai più riuscito, vive l’uno dell’altro alternandosi nel canto. Diana Damrau sfodera tutta la sua sapiente abilità di gestire la voce cesellando ogni parola anche all’interno di un discorso melodico ampio e disteso, al contempo Jonas Kaufmann regala fraseggi sublimi grazie anche all’uso di mezze voci di rara intensità.
All’op. 10 seguono una serie di lieder tratti dall’op. 19, 29, 32, 37, 48 e 69 il cui leitmotiv amoroso rimane immutato.
Ovazioni già al termine della prima parte.
La seconda parte principia con una selezione tratta dai Das Knaben Wunderhorn e Lieder aus Gesänge di Gustav Mahler in cui Diana Damrau abbandona lo spumeggiante abito rosa per indossare panni più popolari. Ed ecco emergere lo scintillio mahleriano, magistralmente reso dalla duttile vocalità della Damrau, pervaso di quella malinconia che trova compimento nei Fünf Lieder Nach Gedichten von Friedrich Rückert la cui vena introspettiva sgorga dall’intensa interpretazione di Jonas Kaufmann.
A concludere il programma nuovamente Strauss ci riporta in una dimensione intimamente appassionata dove l’intramontabile Morgen rimane una delle vette eccelse della produzione liederistica di tutti i tempi.
Pagine non solo sublimi per i contenuti poetici ma traboccanti di musica, dove tutti sono protagonisti: poeta, compositore, voci e pianoforte. Nulla è lasciato al caso ed anche laddove non si faceva in tempo ad afferrare il significato di ogni parola, tutto risultava intelligibile grazie all’esposizione eloquente dei tre protagonisti.
Ovazioni interminabili con particolare plauso al pianista Helmut Deutsch che canta insieme alle voci, respira, da spazio al canto creando e ricreando incantevoli scenari sonori.
Bis: Geh du nur hin, ich hab mein Theil da Des Knaben Wunderhorn di Mahler e il magnifico duetto Wiener Blut di Johann Strauss in cui la coppia Damrau-Kaufmann hanno danzato infiammando il pubblico.
Non contenti un terzo bis: Spring Wind di Eric H. Thiman.
Serata memorabile in cui l’amore non è mai stato così tangibile.
Non ci resta che sognare di poter ascoltare pagine così autenticamente belle anche in Italia, tuttavia Salisburgo non è lontana e qui i sogni sono realtà.
Gian Francesco Amoroso
(30 luglio 2025)
Deutsche Übersetzung
Im Kosmos des Liedgesangs nehmen die Werke von Gustav Mahler und Richard Strauss einen herausragenden Platz in der Geschichte der vokalen Kammermusik ein.
Die beiden Komponisten – einander freundschaftlich verbunden, wie ein aufschlussreicher Briefwechsel belegt – bilden trotz ihrer unterschiedlichen ästhetischen Ausrichtungen eine Brücke zwischen Tradition und stilistischer Erneuerung.
Während Mahler auf volkstümliches Repertoire zurückgreift und daraus eine im Kern anti-romantische poetische Welt erschafft, belebt Strauss romantisch durchdrungene Atmosphären neu, in denen die Melodie unangefochten im Mittelpunkt steht.
Ein Programm, das die Koexistenz dieser zwei poetischen Welten eindrucksvoll veranschaulichte, präsentierten Sopranistin Diana Damrau und Tenor Jonas Kaufmann, begleitet von Helmut Deutsch am Klavier, bei den Salzburger Festspielen 2025 – ein wahrer Liederabend von exemplarischer Klasse.
Eröffnet wurde der Abend mit dem Zyklus Acht Gedichte aus „Letzte Blätter“ op. 10 von Strauss, in dem das Trio Damrau-Kaufmann-Deutsch ein fein gesponnenes Liebesgeflecht musikalisch ausleuchtete.
Die Liebe – einmal mehr absolute Protagonistin – wird in all ihren Facetten beleuchtet: zaghafte Annäherung, Herzklopfen, Enttäuschung, Unsicherheit, Verzweiflung, Reue, Scheu, Unschuld, Zweifel, Schmerz, plötzliche Freuden, Illusionen und Verlangen.
Das Liebespaar, dessen künstlerisches Zusammenspiel kaum inniger sein könnte, lebt im Wechselgesang voneinander und miteinander. Diana Damrau beweist dabei ihre meisterhafte Kunst, den vokalen Fluss mit feinstem Wortausdruck zu durchdringen, während Jonas Kaufmann mit sublimen Phrasierungen und dem Einsatz von halben Tönen von seltener Intensität beeindruckt.
Auf die op. 10 folgte eine Reihe von Liedern aus den Opus-Zahlen 19, 29, 32, 37, 48 und 69 – der rote Faden der Liebe blieb dabei stets gewahrt.
Bereits nach dem ersten Teil: Ovationen.
Der zweite Teil begann mit einer Auswahl aus Des Knaben Wunderhorn und Lieder aus Gesänge von Gustav Mahler. Diana Damrau tauschte dafür ihr rosafarbenes, schillerndes Kleid gegen ein bodenständigeres Gewand – sinnbildlich für den Wechsel in ein anderes Ausdrucksregister.
Und plötzlich trat sie hervor, die funkelnde Mahler’sche Welt, durch Damraus flexible Stimme meisterhaft zum Leuchten gebracht, durchzogen von jener tiefen Melancholie, die in den Fünf Liedern nach Gedichten von Friedrich Rückert zur Vollendung findet – getragen von Jonas Kaufmanns eindringlicher Interpretation voller innerer Einkehr.
Den Abschluss des offiziellen Programms bildete erneut Strauss, der uns in eine innig leidenschaftliche Dimension zurückführte. Das unvergängliche Morgen bleibt dabei eine der erhabensten Gipfelleistungen der Liedkunst aller Zeiten.
Diese Seiten – nicht nur in poetischer Hinsicht sublim – sind Musik im Überfluss: Dichter, Komponist, Stimmen und Klavier werden gleichwertige Träger des Ausdrucks. Nichts ist dem Zufall überlassen, und selbst wenn nicht jedes Wort begriffen wurde, blieb der Sinn dank der sprechenden Darstellung des Trios stets erfassbar.
Nicht enden wollender Applaus – mit besonderem Beifall für Helmut Deutsch, der nicht nur begleitet, sondern mitatmet, mitsingt, Raum schafft und zauberhafte Klanglandschaften formt.
Als Zugaben erklangen: Geh du nur hin, ich hab mein Theil aus Des Knaben Wunderhorn von Mahler sowie das herrliche Duett Wiener Blut von Johann Strauss – mit einem tänzerisch-begeisternden Auftritt des Duos Damrau-Kaufmann, das das Publikum mitriss.
Doch damit nicht genug: Als dritte Zugabe folgte Spring Wind von Eric H. Thiman.
Ein denkwürdiger Abend – selten war die Liebe so greifbar.
Man darf träumen, solche wahrhaft schönen Seiten auch in Italien erleben zu dürfen – doch Salzburg ist nicht fern, und hier werden Träume Wirklichkeit.
Gian Francesco Amoroso
(30. Juli 2025)
La locandina
| Soprano | Diana Damrau |
| Tenore | Jonas Kaufmann |
| Pianoforte | Helmut Deutsch |
| Programma: | |
| Richard Strauss | |
| da Acht Gedichte da “Letzte Blätter” op. 10 | |
| Zueignung | |
| Nichts | |
| Die Nacht | |
| Die Georgine | |
| Geduld | |
| Die Verschwiegenen | |
| Die Zeitlose | |
| Wer hat’s getan o.op. 84 A | |
| Allerseelen (da Acht Gedichte da “Letzte Blätter” op. 10/8) | |
| Liebeshymnus (da Fünf Lieder op. 32/3) | |
| Schlagende Herzen (da Drei Lieder op. 29/2) | |
| Ich trage meine Minne (da Fünf Lieder op. 32/1) | |
| Einerlei (da Fünf kleine Lieder op. 69/3) | |
| Nachtgang (da Drei Lieder op. 29/3) | |
| Freundliche Vision (da Fünf Lieder op. 48/1) | |
| Ich liebe dich (da Sechs Lieder op. 37/2) | |
| Wie sollten wir geheim sie halten (da Sechs Lieder da „Lotosblätter“ op. 19/4) | |
| Gustav Mahler | |
| Rheinlegendchen (da Des Knaben Wunderhorn) | |
| Um schlimme Kinder artig zu machen (da Lieder und Gesänge) | |
| Wer hat dies Liedlein erdacht? (da Des Knaben Wunderhorn) | |
| Ablösung im Sommer (da Lieder und Gesänge) | |
| Es sungen drei Engel einen süßen Gesang (da Des Knaben Wunderhorn) | |
| Da Fünf Lieder nach Gedichten von Friedrich Rückert | |
| Ich atmet’ einen linden Duft | |
| Liebst du um Schönheit | |
| Blicke mir nicht in die Lieder | |
| Ich bin der Welt abhanden gekommen | |
| Richard Strauss | |
| Leises Lied (da Fünf Lieder op. 39/1) | |
| Da Sechs Lieder da „Lotosblätter“ op. 19 | |
| Wozu noch, Mädchen, soll es frommen | |
| Breit über mein Haupt | |
| Ich schwebe wie auf Engelsschwingen (da Fünf Lieder op. 48/2) | |
| Vier Lieder op. 27 | |
| Bis: | |
| Gustav Mahler | |
| Geh du nur hin, ich hab mein Theil (da Des Knaben Wunderhorn) | |
| Johann Strauss (Figlio) | |
| Wiener Blut | |
| Eric H. Thiman | |
| Spring Wind | |










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